
von John Yoga
Maler, Uganda/Kenia
(Nr. 5/10), Holzschnitt/Papier
72 x 58 cm, Holzrahmen/Passepartout/Glas 103,8 x 74 cm
Provenienz: John Yoga, Eldoret, Kenia 1990
Reduzierter Preis bis Mitte Januar 2026: 250,- €
Spürst
du den Wind der Nacht?
Spürst
du den Wind der Nacht?
Wie er die Dämmerung treibt.
Aus sich heraus.
In das Labyrinth des hellen Tages.
Diese Welt.
Er will sie schütteln.
Wilder Wind.
Wie er den Sand versetzt.
Das Blut zum Denken drängt.
Die Wüste durch die Städte fegt.
Kreuzwege erledigt.
Tore schließt und öffnet.
Wie er Garben bindet für die, die kommen um zu ernten.
Zu ernten das Licht der Welt.
An den Ufern des Nigers oder im Herzen Berlins.
Autor: Claus Mischon
Claus Mischon ist Mitinitiator des Instituts für Kreatives Schreiben in Berlin. Er verfasste zahlreiche Texte für die Webseite von Kunst Transit Berlin.
Die Holzschnitte von John Yoga in der Sammlung Kunst Transit Berlin wurden 1990 in seiner ersten großen Einzelausstellung "Yogaabstract" im Goethe Institut Nairobi gezeigt. Sie tragen geheimnisvolle Titel, die in den Mythen Ostafrikas beheimatet sind. Gleichwohl will der Schöpfer dieser Holzschnitte sie nicht als Bebilderung afrikanischer Legenden sehen. Er sagt: „Meine Motive haben zwar ihren Ursprung in den Mythen, in der afrikanischen Skulptur. Meine jedoch Kunst „verfilmt“ diese Bilder neu, verleiht ihnen neue Formen und eine neue Farbigkeit.“
Die Abbildungen auf dieser Seite zeigen alle Holzschnitte von Yoga aus der Sammlung von Kunst Transit Berlin. Bis Mitte Januar 2026 können die Holzschnitte zum stark reduzierten Preis von je 250,- Euro erworben werden. Zu erschwinglichen Preisen bieten wir in dieser Zeit auch alle weiteren Arbeiten von John Yoga an. Kontakt...
* „Njabala” ist nach Jennifer M. Yoga Jagire, Philosophin an der Universität von Toronto (Kanada) und Kusine von John Yoga, ein Konzept des Spiritualismus der Baganda, wonach die Geister der Verstorbenen heraufbeschworen werden können, um für bestimmte Menschen zu arbeiten. Auf die Sage der Njabala bezieht sich auch die Njabala-Foundation in Uganda, deren Ziel es ist, Künstlerinnen zu fördern und die Tradition des Geschichtenerzählens zu bewahren.
John Yoga, Amayembe, 1990
John Yoga, Walumb na Bankintu, 1990
John Yoga, Powers of Nakahima, 1990
John Yoga, Spirit of Nabindi, 1990